Brennende E-Autos: Feuerwehr jetzt schulen!

Hohenleubens ehrenamtlicher Bürgermeister Dirk Bergner macht sich Sorgen, ob die Freiwillige Feuerwehr seiner Stadt, aber auch die anderen Feuerwehren Thüringens gerüstet sind für den Einsatzfall am brennenden Elektro-Auto. Bislang werden zum Thema kaum Lehrgänge angeboten. Auch die Hilfsmittel, also Container, in denen man brennende Elektro-Autos lager könnte, hat keine Feuerwehr zur Verfügung. Die Bundesregierung jedoch fördert gerade wieder erheblich die Anschaffung von Elektro-Autos. Lässt man Städte und Gemeinden sowie die Feuerwehrkameraden ins Chaos steuern?

Da das Thema Dirk Bergner, der auch Mitglied des Thüringer Landtages ist, so stark umtreibt, stellte er bereits im Februar eine Kleine Anfrage an die Thüringer Landesregierung. Dass sie erst Monate später beantwortet wurde, sprach allein schon Bände…

Die Thüringer Landesregierung hat weder Handlungsempfehlungen, noch Schulungen, noch Ausrüstung für Feuerwehren im Falle von brennenden Elektro-Autos. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des FDP-Innenexperten Dirk Bergner hervor: „E-Autos sollen die mobile Zukunft sein, aber über die steigende Gefahr durch Unfälle scheint sich Rot-Rot-Grün keine Gedanken zu machen. Es ist erschreckend, wie naiv und planlos die Landesregierung mit diesem Thema umgeht. Feuerwehren und andere Einsatzkräfte werden allein gelassen.“ Obwohl bekannt sei, dass es noch längere Zeit nach einem Einsatz durch chemische Reaktionen zu erneuten Bränden kommen könne, gehörten Container, in denen Unfall-E-Autos sicher gelagert werden könnten, nicht zur Ausstattung der Feuerwehren. „Allein davon zu sprechen, wie gut für die Umwelt der Austausch eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor gegen ein Hybrid-/Elektrofahrzeug ist, reicht nicht. Es muss auch die Sicherheit der Bevölkerung und der Feuerwehrleute gewährleistet sein“, so Landtagsvizepräsident Bergner abschließend.

Dirk Bergner in der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz.

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