Kirchgemeinde benötigt Geld für Orgel-Sanierung

Dirk Bergner mit Pfarrer Krause, Carolin Hommel und Henry Flach

Das Prunkstück der 1788 geweihten Dorfkirche in Hohndorf (Stadt Greiz) ist die 1786 gebaute Trampeli-Orgel, die – trotz vieler Renovierungsmaßnahmen in der Kirche – bis heute nahezu im Original erhalten ist. Erfahrene Organisten, wie Matthias Grünert, Kantor der Frauenkirche Dresden, sind begeistert vom Klang der Orgel. Das berichteten Pfarrer Ulrich Krause sowie die Mitglieder des Kirchenvorstandes Carolin Hommel und Henry Flach Thüringens Landtagsvizepräsident Dirk Bergner bei 
dessen Besuch.

Mittlerweile ist eine umfangreiche Restaurierung von Orgelwerk und Prospekt jedoch dringend geboten. Dem Holzwurm versuchte die Kirchgemeinde mit einer Begasung im Gebäude Einhalt zu gebieten. Das allein reicht aber nicht aus, um diese Orgel zu erhalten. Vielmehr sind umfangreiche Arbeiten auch am Orgelwerk nötig, die mit dem Einsatz erheblicher Mittel verbunden sind. Seitens des Orgelbauers Rühle aus Moritzburg werden die Kosten dafür auf insgesamt rund 190.000 Euro geschätzt. Das ist eine Summe, die die 230 Gemeindeglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Hohndorf nicht aufbringen können.

„Es ist wunderbar zu sehen, welchen Erfolg die Anstrengungen dieser kleinen Kirchgemeinde um die Erhaltung des Gotteshauses bereits hatten. Diese Kirche ist ein wahres Kleinod“, so Thüringens Landtagsvizepräsident.

Deshalb wandte sich Dirk Bergner nach seinem Vor-Ort-Besuch in Hohndorf nun mit der Bitte um Hilfe an die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Frau Staatsministerin Prof. Monika Grütters, sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Zudem bat er Bundestagsabgeordnete aus Thüringen, Sachsen und Bayern, darunter auch Marco Wanderwitz, den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, ihn bei der Akquise von Fördergeldern zur Restaurierung der Hohndorfer Trampeli-Orgel zu unterstützen.

Der deutschlandweit anerkannte Orgelsachverständige Jiri Kocourek berät die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Hohndorf bezüglich der Orgelrestaurierung. Er kommt nach eingehender Beschäftigung mit der Orgel zu folgendem Schluss: „Die Kirche in Hohndorf besitzt mit der Orgel der Gebrüder Johann Gottlob und Christian Wilhelm Trampeli von 1786 mit 25 Registern auf 2 Manualen ein sehr wertvolles barockes Orgelinstrument. Zwar ist es nicht die einzige erhaltene Trampeli-Orgel dieser Größe (es gibt noch 8 weitere ähnlich große zzgl. 4 weitere von einem Sohn). Ihre besondere, überregionale Bedeutung beruht aber auf dem außergewöhnlich hohen Anteil an originaler Substanz, der in diesem Erhaltungsgrad nur an ganz wenigen der erhaltenen großen zweimanualigen Trampeli-Orgeln zu finden ist.  Daher verdient diese Orgel eine fach- und denkmalgerechte sowie künstlerisch-ästhetisch hochwertige Restaurierung, deren qualitative Ansprüche deutlich über die einer Generalsanierung hinausgehen müssen. Entsprechend verdient diese Maßnahme auch eine überdurchschnittliche Unterstützung durch Fördermittel.“

Die Hohndorfer Kirche ist Teil des „Kulturwegs der Vögte“, eines grenzübergreifenden Projekts in Thüringen, Sachsen, Bayern und Böhmen. Durch dieses Projekt werden bedeutende historische Baudenkmale, deren Entstehung auf die Vögte von Weida, die dem Vogtland seinen Namen gaben, miteinander verknüpft und so vor allem auch touristisch vermarktet. „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, die Hohndorfer Kirche nach Sanierung der Trampeli-Orgel in eine Orgelkonzert-Reihe aufzunehmen, die man in unserer Region dauerhaft inszenieren sollte. Schließlich kommen die Erbauer der Trampeli-Orgeln aus unserem wunderschönen Vogtland – aus Adorf“, so Bergner.

Wer spontan für die Restaurierung der Orgel spenden möchte, kann das unter der Bankverbindung der Kirchgemeinde Hohndorf tun: Kennwort - Orgelrestaurierung. 

IBAN DE90 8305 0000 0000 7101 56  /  BIC HELADEF1GER

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Bergner widerspricht Minister in puncto Radstraße

Hohenleuben: Kreis soll Schulsanierung planen