Handyempfang in Mödlareuth schaffen!

In der Hoffnung, dass sie zu einer schnellen Lösung verhelfen kann, hat sich Landtags-Vizepräsident Dirk Bergner schriftlich an die Beauftragte für Digitalisierung der Bundesregierung, Dorothee Bär, gewandt. Er hat die Staatsministerin im Bundeskanzleramt darauf hingewiesen, dass es im Deutsch-Deutschen Museum wie im gesamten Dorf Mödlareuth bis heute keinen ausreichenden Handyempfang gibt.

„Nach Angaben der Thüringer Landesregierung wird das Grenzmuseum jährlich von 80.000 Menschen besucht, darunter sind viele Schülergruppen, aber auch internationale Gäste. Dem Besucheransturm soll nun mit einem Neubau des Museumsgebäudes, in dem die Dauerausstellung, aber auch Sonderausstellungen, museumspädagogische Räume und eine Museums-Cafeteria untergebracht werden, Rechnung getragen werden. Das Freigelände, in dem die ehemaligen Grenzanlagen der DDR gezeigt werden, soll umgestaltet werden.  Neuere Forschungsergebnisse sollen künftig wirkungsvoller vermittelt und zeitgemäße Vermittlungsangebot auch innerhalb einer historisch-politischen Bildungsarbeit unterbreitet werden“, so Dirk Bergner. 

Das W-Lan-Netz des Museums wurde, so gut es ging, im Auftrag des Zweckverbandes Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth 2019 ausgebaut. Das Thema Hotspots soll nach Angaben der Thüringer Landesregierung im Zuge des Museumsneubaus aufgegriffen werden. Das Problem des unzureichenden Mobilfunknetzes aber bleibt.

„Die Thüringer Landesregierung verwies in Beantwortung meiner kleinen Anfrage diesbezüglich auf die Zuständigkeit des Bundes gemäß Art. 87f GG. Da die Bundesregierung 2019 ein Mobilfunkförderprogramm angekündigt hat für Gebiete, in denen mobile Sprach- und Datendienste nicht verfügbar sind und keine privatwirtschaftliche Erschließung durch die Netzbetreiber absehbar ist, wandte ich mich nun an Frau Bär“, erklärt Dirk Bergner. In seinem Brief an die Staatsministerin schreibt er: „Bitte veranlassen Sie, dass das für die Bewahrung unserer neueren deutschen Geschichte so bedeutsame Museum in Mödlareuth mobilfunktechnisch nicht länger abgeschnitten und weit hinter den Erwartungen seiner Besucher zurück bleibt.“ 

Dirk Bergner kennt die Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, nach der die so genannten weißen Flecken bis Ende 2024 mit Mobilfunk abgedeckt werden sollen. „Doch wollen wir wirklich so lange warten, um diesen historisch derart bedeutsamen Ort, für den die Amerikaner mit Little Berlin sogar einen eigenen Namen kreiert haben, mobilfunktechnisch ins 21. Jahrhundert zu führen? Ich denke, es ist im Sinne der betroffenen Kommunen, Landkreise, Freistaaten, aber auch der Bundesregierung, wenn in Mödlareuth und damit im Deutsch-Deutschen Museum so schnell wie möglich ein leistungsfähiges Mobilfunknetz eingerichtet wird“, so Thüringens Landtags-Vizepräsident.

Dazu Artikel der Frankenpost lesen.

Dazu Artikel der Freien Presse lesen.

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Online-Petition Göltzschtalstraße jetzt mitzeichnen

Kommunalfinanzen und Bürokratieabbau Themen in Weida

Bodo Ramelow reist komfortabel