Brauereien brauchen Überlebenshilfe

Thüringen hat im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Euro an Biersteuer eingenommen. Angesichts der teils existenzbedrohenden Umsatzeinbußen von kleinen und mittleren Brauereien fordert die FDP-Fraktion die Landesregierung auf, die Biersteuer befristet auszusetzen. Sie soll so lange zinslos  gestundet werden,  bis der wieder aufgenommene  Betrieb der Gastronomiebranche auf wenigstens durchschnittlichem Niveau der letzten drei Jahre vor Eintritt des ersten Lockdowns erfolgen kann. Auch Minderungen der Steuer oder auch ein genereller Verzicht sollten erwogen werden. Dazu erklärt Dirk Bergner, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Landtag:

„Der Tag des deutschen Bieres ist in diesem Jahr ein trauriger Tag. Denn viele Brauereien, auch in Thüringen, kämpfen ums Überleben. Es wird zwar derzeit  mehr Flaschenbier konsumiert. Doch das kann den weggebrochenen Absatz des Fassbieres bei weitem nicht kompensieren. Gerade die kleinen und mittelständischen Brauereien machen normalerweise einen Großteil ihres Absatzes mit dem Verkauf von Fassbier bei Großveranstaltungen, Festivals, in Gaststätten und Bars. Dieser Markt ist komplett weggebrochen, so dass in vielen Fällen das gelagerte Fassbier vernichtet werden musste, nachdem das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Bier gehört zu Thüringen. Für den Erhalt unserer vielfältigen Bierkultur ist unverzügliches Handeln bezüglich der Aussetzung bzw. Senkung der Biersteuer deshalb unabdingbar.“

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